Märchen am Samowar für Ausgewachsene

16.11.2018 | 19.00 h

"Das Märchen von Amor und Psyche"

Die Weihrauchstraße endete in Rom, dort wurde der Weihrauch auch verzweifelt benötigt: Das Herz des machtvollen römischen Reiches war eine stinkende Kloake, ein Moloch aus Unrat und Fäulnis. Der Weihrauch überdeckte den Gestank - jedenfalls teilweise. In den Genuss des Weihrauches ist ganz sicher auch Lucius Apuleius gekommen. Er war Sohn römischer Eltern, in Nordafrika geboren, war aber viel gereist und hatte schließlich auch Rom einen längeren Besuch abgestattet. Über Apuleius ist uns die Geschichte von "Amor und Psyche" überliefert, das Märchen davon, wie das Begehren selbst sich verliebte.
In seinem Roman „Der goldene Esel" (um 170 n. Chr. entstanden), der voller frivoler Geschichten steckt, ist eben auch jene romantische Erzählung enthalten, die so viele Künstler und Literaten inspirierte. Ein Abend über das wahrhafte Erkennen des Anderen, aber auch über das gnadenlos wirkende Schicksal, über Bestimmung, göttliche Fügung und die Macht der Liebe, der sich selbst eine tobende, göttliche Schwiegermutter fügen muss ...

Die "Märchen am Samowar" widmen sich im Jahr 2018 den Märchen eines uralten Handelsweges: der Weihrauchstraße. Das Harz einiger Boswellia-Arten ist seit der Antike ein begehrter und kostbarer Stoff: zum Räuchern, Einnehmen, Konservieren und zum Vertreiben von schlechten Energien (Krankheiten, Geister). Es wird bis heute geerntet. Der Weg, auf dem der Harz in der Antike bis nach Rom transportiert wurde, nannte man damals wie heute Weihrauchstraße. Die Weihrauchstraße führte Tausende von Kilometern durch Regionen und Städte, die nicht nur in alter Zeit exotische und geheimnisvolle Orte waren. Die Herkunft des Weihrauchs wurde im Übrigen lange Zeit als ein Geheimnis gehütet. Die alten Handelsrouten, wie zum Beispiel die Seidenstraßen, die Salzwege und eben auch die Weihrauchstraße, waren nicht nur einfach Wege zum Austausch von Waren, sondern auch Brücken, auf denen Neuigkeiten, Ideen und Geschichten weitergetragen wurden. Oasen und Karawansereien oder aber auch der Lagerplatz in der Wüste waren Orte des geistigen Austausches. Die "Märchen am Samowar" erzählen in 2018 von Begegnungen, Abenteuern und den Märchen, die in den uns so fremden Regionen entlang der Weihrauchstraße erzählt wurden, ja womöglich noch erzählt werden...

Neugierig? Dann auf ins Nomadenland!!!


Zeit:

Beginn 19:00 Uhr, Einlass 18:30 Uhr


Ort:

Nomadenland® - Die kirgisischen Jurten im Volkspark Potsdam, Eingang Remisenpark, in der Nähe des Abenteuerspielplatz und Baumhaus
öffentliche Verkehrsmittel Tram 96 "Viereckremise" oder "Rote Kaserne"
Bus: Linie 697 bis Haltestelle "Rote Kaserne"


Eintritt:

11 € Erwachsene, ermäßigt 8 € inkl. einem Becher Tee vom Rauchsamowar und Parkeintritt

Reservierung und weitere Infos:

Nomadenland® - Matthias Michel
Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können
http://www.nomadenland.de/
0176 - 30 00 51 51