Märchen am Samowar

26.10.2018 | 19.00 h

Die Abenteuer des Herzog Ernst

Erst seit dem 4. Jahrhundert ist das Weihrauchräuchern in der Liturgie der christlichen Kirche eingebettet, erlangte aber eine desto nachhaltigere Bedeutung für das Christentum: Das europäische Mittelalter kam ohne Weihrauch nicht aus. Der Weihrauchharz verband gewissermaßen Orient und Okzident und die christlichen Kreuzzüge trugen zum kulturellen Austausch bei. Manuskripte, Geschichten, Waren wanderten hin und her und es verwundert nicht, dass um etwa 1180 ein Epos entstand, das sich über Jahrhunderte hinweg größter Beliebtheit erfreute: Das "Herzog Ernst"-Epos.
Die Rahmenhandlung dieser Erzählung ist zur Zeit Kaiser Ottos ("Der Große") angesiedelt. Als der junge Herzog Ernst dann eine Reise macht, führt sie ihn aber in spannende Abenteuer aus 1001 Nacht! Zugleich erinnert es damit sehr an die Erzählungen von Sindbad dem Seefahrer. Ein Vater-Sohn-Konflikt, skurrile Wesen wie Einsterne und Platthufer, Eigenschaften wie Tapferkeit und Unerschrockenheit und am Ende: Versöhnung im großen Stil. Ein Epos fürwahr!

Die "Märchen am Samowar" widmen sich im Jahr 2018 den Märchen eines uralten Handelsweges: der Weihrauchstraße. Das Harz einiger Boswellia-Arten ist seit der Antike ein begehrter und kostbarer Stoff: zum Räuchern, Einnehmen, Konservieren und zum Vertreiben von schlechten Energien (Krankheiten, Geister). Es wird bis heute geerntet. Der Weg, auf dem der Harz in der Antike bis nach Rom transportiert wurde, nannte man damals wie heute Weihrauchstraße. Die Weihrauchstraße führte Tausende von Kilometern durch Regionen und Städte, die nicht nur in alter Zeit exotische und geheimnisvolle Orte waren. Die Herkunft des Weihrauchs wurde im Übrigen lange Zeit als ein Geheimnis gehütet. Die alten Handelsrouten, wie zum Beispiel die Seidenstraßen, die Salzwege und eben auch die Weihrauchstraße, waren nicht nur einfach Wege zum Austausch von Waren, sondern auch Brücken, auf denen Neuigkeiten, Ideen und Geschichten weitergetragen wurden. Oasen und Karawansereien oder aber auch der Lagerplatz in der Wüste waren Orte des geistigen Austausches. Die "Märchen am Samowar" erzählen in 2018 von Begegnungen, Abenteuern und den Märchen, die in den uns so fremden Regionen entlang der Weihrauchstraße erzählt wurden, ja womöglich noch erzählt werden...

Neugierig? Dann auf ins Nomadenland!!!


Zeit:

Beginn 19:00 Uhr, Einlass 18:30 Uhr


Ort:

Nomadenland® - Die kirgisischen Jurten im Volkspark Potsdam, Eingang Remisenpark, in der Nähe des Abenteuerspielplatz und Baumhaus
öffentliche Verkehrsmittel Tram 96 "Viereckremise" oder "Rote Kaserne"
Bus: Linie 697 bis Haltestelle "Rote Kaserne"


Eintritt:

11 € Erwachsene, ermäßigt 8 € inkl. einem Becher Tee vom Rauchsamowar und Parkeintritt

Reservierung und weitere Infos:

Nomadenland® - Matthias Michel
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http://www.nomadenland.de/
0176 - 30 00 51 51