Märchen am Samowar

20.04.2018 | 19.00 h

Von Menschen, Dromedaren und Geistern

Die Verbreitung und der Handel mit Weihrauch wären ohne die Möglichkeit eines guten Transportes nicht denkbar gewesen: Dromedare trugen die schweren und kostbaren Lasten, die ein Mensch nie hätte tragen können. Die antiken Autoren berichten, dass eine Kamelkarawane etwa 100 Tagesmärsche brauchte, um die Strecke von 3.400 km von Dhofar (Oman) am Beginn der Weihrauchstraße bis nach Gaza (im heutigen Gazastreifen) am Meer zu absolvieren. 100 Tage und Nächte durch unwegsames Gelände, bei Hitze und Kälte. Und dann die Feuer am Abend. Zur Nahrungszubereitung. Zum Wärmen. Zum Erzählen.

Dieser Abend ist den geheimnisvollen und auch unheimlichen Erzählungen am Lagerfeuer gewidmet. Denn wo, wenn nicht in der Wüste, treiben die Dschinns, Ghule, Silas und andere ihr Unwesen?

Die "Märchen am Samowar" widmen sich im Jahr 2018 den Märchen eines uralten Handelsweges: der Weihrauchstraße. Das Harz einiger Boswellia-Arten ist seit der Antike ein begehrter und kostbarer Stoff: zum Räuchern, Einnehmen, Konservieren und zum Vertreiben von schlechten Energien (Krankheiten, Geister). Es wird bis heute geerntet. Der Weg, auf dem das Harz in der Antike bis nach Rom transportiert wurde, nannte man damals wie heute Weihrauchstraße. Die Weihrauchstraße führte Tausende von Kilometern durch Regionen und Städte, die nicht nur in alter Zeit exotische und geheimnisvolle Orte waren. Die Herkunft des Weihrauchs wurde in übrigen lange Zeit als ein Geheimnis gehütet. Die alten Handelsrouten, wie zum Beispiel die Seidenstraßen, die Salzwege und eben auch die Weihrauchstraße, waren nicht nur einfach Wege zum Austausch von Waren, sondern auch Brücken, auf denen Neuigkeiten, Ideen und Geschichten weitergetragen wurden. Oasen und Karawansereien oder aber auch der Lagerplatz in der Wüste waren Orte des geistigen Austausches.

Die "Märchen am Samowar" erzählen in 2018 von Begegnungen, Abenteuern und den Märchen, die in den uns so fremden Regionen entlang der Weihrauchstraße erzählt wurden, ja womöglich noch erzählt werden...

 


Neugierig? Dann auf ins Nomadenland


Zeit:

Beginn 19:00 Uhr, Einlass 18:30 Uhr


Ort:

Nomadenland® - Die kirgisischen Jurten im Volkspark Potsdam, Eingang Remisenpark, in der Nähe des Abenteuerspielplatz und Baumhaus
öffentliche Verkehrsmittel Tram 96 "Viereckremise" oder "Rote Kaserne"
Bus: Linie 697 bis Haltestelle "Am Pfingstberg" oder "Rote Kaserne" "



Eintritt:

11 € Erwachsene ermäßigt 8 € inkl. einem Becher Samowartee und Parkeintritt

Reservierung und weitere Infos:

Nomadenland® - Matthias Michel
Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können
http://www.nomadenland.de/
0176 - 30 00 51 51