Märchen am Samowar

16.03.2018 | 19.00 h

"Welches Wasser, das den Durst löscht, kommt weder vom Himmel noch von der Erde?"

Das war vielleicht eines der Rätsel, das die Königin von Saba dem berühmten jüdischen König Salomo aufgab. In der Bibel heisst es schlicht, dass sie ihn auf die Probe stellen wollte, auch wenn sie zu diesem Staatsbesuch reichlich Gold, Edelsteine und gewiss Weihrauch mitbrachte. Bei Flavius Josephus lesen wir auch, dass sie die Samen des Weihrauchbaumes nach Palästina gebracht habe.

Die Königin von Saba, das im Südosten des heutigen Jemen lag, war klug und wissbegierig, schön und begehrenswert, und ihr legendärer Besuch blieb nicht ohne Folgen: Sie gebar einen Sohn, der später Stammvater aller äthiopischen Könige wurde. Die Königin von Saba wird in der Bibel erwähnt, taucht in jüdischen, arabisch-islamischen und äthiopischen Quellen unter verschiedenen Namen auf - und bleibt doch historisch nicht fassbar. Wir machen uns an diesem Abend auf, den Zauber dieser Herrscherin zu ergründen - und die Lösung für das Wasserrätsel ...

Die "Märchen am Samowar" widmen sich im Jahr 2018 den Märchen eines uralten Handelsweges: der Weihrauchstraße. Das Harz einiger Boswellia-Arten ist seit der Antike ein begehrter und kostbarer Stoff: zum Räuchern, Einnehmen, Konservieren und zum Vertreiben von schlechten Energien (Krankheiten, Geister). Es wird bis heute geerntet. Der Weg, auf dem das Harz in der Antike bis nach Rom transportiert wurde, nannte man damals wie heute Weihrauchstraße. Die Weihrauchstraße führte Tausende von Kilometern durch Regionen und Städte, die nicht nur in alter Zeit exotische und geheimnisvolle Orte waren. Die Herkunft des Weihrauchs wurde in übrigen lange Zeit als ein Geheimnis gehütet. Die alten Handelsrouten, wie zum Beispiel die Seidenstraßen, die Salzwege und eben auch die Weihrauchstraße, waren nicht nur einfach Wege zum Austausch von Waren, sondern auch Brücken, auf denen Neuigkeiten, Ideen und Geschichten weitergetragen wurden. Oasen und Karawansereien oder aber auch der Lagerplatz in der Wüste waren Orte des geistigen Austausches. Die "Märchen am Samowar" erzählen in 2018 von Begegnungen, Abenteuern und den Märchen, die in den uns so fremden Regionen entlang der Weihrauchstraße erzählt wurden, ja womöglich noch erzählt werden...


Neugierig? Dann auf ins Nomadenland


Zeit:

Beginn 19:00 Uhr, Einlass 18:30 Uhr


Ort:

Nomadenland® - Die kirgisischen Jurten im Volkspark Potsdam, Eingang Remisenpark, in der Nähe des Abenteuerspielplatz und Baumhaus
öffentliche Verkehrsmittel Tram 96 "Viereckremise" oder "Rote Kaserne"
Bus: Linie 697 bis Haltestelle "Am Pfingstberg" oder "Rote Kaserne"



Eintritt:

11 € Erwachsene ermäßigt 8 € inkl. einem Becher Samowartee und Parkeintritt

Reservierung und weitere Infos:

Nomadenland® - Matthias Michel
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http://www.nomadenland.de/
0176 - 30 00 51 51